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Konzerte 2021-22 als pdf-Datei herunterladen

Zusammengestellt von Gesa Wolff und Wilhelm Düring

1. September 2021

Sehr geehrte Freunde und Mitglieder der Jean Sibelius Gesellschaft,

geleitet vom Wunsch, dass die beginnende Konzertsaison 2021/2022 in einer gewohnten Normalität ohne Hemmnisse einer Pandemie beeinflussungsfrei durchführbar wird, haben wir wieder für Ihre Auswahl unsere Konzertliste zusammengestellt.

Die Wiederaufnahme des Spielbetriebes in den Kultureinrichtungen mit Publikum hat teilweise schon vor Beginn der Sommerpause stattgefunden, sodass doch eine normale Saisoneinleitung erwartet werden kann. Auch wir wollen hier wieder zu Konzertbesuchen anregen.

Bei Aufführungen mit Bühnengeschehen (Ballett, Oper sowie Chor) können Einschränkungen noch immer nicht restlos ausgeschlossen werden. Einige Veranstalter arbeiten z. Zeit nur mit monatlichen Ankündigungen. In wenigen Fällen besteht sogar die Absicht, gar kein Jahresheft mehr zu präsentieren. Das sollte jedoch grundsätzlich die Ausnahme bleiben.

Leider hatte die Spielzeit 2020/2021 nicht einmal den hoffnungsvoll angedeuteten Silberstreifen zeigen können, denn nach kurzer Zeit und wenigen Veranstaltungen waren ausnahmslos nur Absagen möglich.

Der herausragende Termin der neuen Spielzeit sollte mit drei Konzerten am 30., 31. Mai und 1. Juni 2022 in der Elbphilharmonie in Hamburg mit allen 7 Sinfonien von Jean Sibelius, mir der Olso Philharmonie unter Leitung von Klaus Mäkelä vorzumerken sein.

Die Musikwettbewerbe der ARD in München (Sept.) sowie der Joseph Joachim Violinwettbewerb in Hannover (Okt.) sind erfahrungsgemäß ohne das Violinkonzert op.47 von Sibelius nicht denkbar und schenken Freude bei einem Sieg mit dieser Komposition.

Damit der Kulturbetrieb erneut uns alle nachhaltig bereichern kann und die Künstler endlich wieder ihre Lebensgrundlage erfahren bzw. erleben können, werden umfangreiche Unterstützungen und Förderungen unumgänglich sein.

Bleiben Sie uns gewogen und bleiben Sie gesund.

Mit allen besten Wünschen

Herzlichst Ihr

Wilhelm Düring

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Zusammengestellt von Gesa Wolff und Wilhelm Düring

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Programm_2021_2022erster_Teil_Netz
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Gedanken zu unterschiedlichen Aufführungsarten bei Sibelius’ Kullervo.

Im Gedenkjahr 2007 ist Sibelius’ Chorsinfonie Kullervo erfreulicher Weise mehrfach aufgeführt worden. Hier wurde von Paavo Järvi mit dem HR-Sinfonieorchester in Frankfurt der Anfang gemacht, gefolgt vom WDR-Sinfonieorchester in Köln, dem Orchestre National de Lorraine in Metz und Saabrücken, den Münchner Philharmonikern in München und dem Tampere Philharmonic Orchestra in Dortmund.

Als herausragendes Konzert erwies sich die „Hommage an Jean Sibelius“ bei den Musikfestspielen Saar (4. Mai in Metz und 5. Mai in Saarbrücken) unter der künstlerischen Leitung von Prof. Robert Leonardy und dem Dirigenten Jacques Mercier.

Da zur Aufführung von Kullervo Sopran, Bariton und Männerchor benötigt werden, ist hier die Möglichkeit genutzt worden, jeweils zusätzlich für die Solisten und den Chor entsprechende Kompositionen mit nachstehender Programmfolge in das Konzert einzufügen:

  1.   Finlandia mit Hymne op.26 (mit Männerchor),
  2.   Der Ursprung des Feuers op.32 (mit Bariton und Männerchor),
  3.   Luonnotar op.70 (mit Sopran)
  4.   das Hauptwerk Kullervo op.7.

Um die Gesamtwirkung von Kullervo vollkommen zu erreichen, wie in Metz und Saarbrücken geschehen, ist es wünschenswert, dass die Solisten gleich zu Beginn des 1. Satzes die Bühne betreten. Ansonsten besteht bei Eintritt der Solisten zwischen dem 2. und 3. Satz die Gefahr, bedingt durch den Begrüßungsapplaus, den Spannungsbogen von Kullervo zu trennen.

Bei den Musikfestspielen Saar ist meines Erachtens ein zusätzlicher Meilenstein mit der halbszenischen Darstellung eines Zwiegesprächs durch die Solisten gesetzt worden.

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ausdrücklich für das fantastische Konzerterlebnis beim Orchestre National de Lorraine und dem Polytechchor Espoo bedanken. Insbesondere geht mein Dank an Prof. Robert Leonardy, den Dirigenten Jacques Mercier und ganz besonders an die Solisten Pia Freund (Sopran) und Juha Kotilainen (Bariton), die die überwältigende Gesamtwirkung von Kullervo möglich gemacht haben.

Ich hoffe, dass die Aufführungspraxis von Metz und Saarbrücken richtungsweisend ist. Sibelius und Kullervo sind es wert.
Wilhelm Düring