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Konzerte 2021-22 als pdf-Datei herunterladen

Zusammengestellt von Gesa Wolff und Wilhelm Düring

14. Dezember 2021

Sehr geehrte Freunde und Mitglieder der Jean Sibelius Gesellschaft,

entstehende Wünsche gründen sich auf der Hoffnungsbasis einer Erfüllung. – Eine erweiterte Steigerung könnte sich vielleicht als Weihnachtswunsch darstellen.

Ist in unserer akuten Lage nicht manche Wunscherfüllung persönlicher Art bedeutungslos gegenüber der Hoffnung und Wandlung hin zur alten kaum wertgeschätzten Leichtigkeit alltäglicher Lebensumstände.

Als Anlage beigefügt, bekommen Sie den 2. Teil unserer Konzertliste für die Saison 2021/2022, wie wir sie zusammentragen konnten. Da im Moment keine Veranstaltungsabsicht ohne ein Fragezeichen möglich ist, ist eine kurzfristige Abfrage über Einschränkungen und Bedingung jeweils unumgänglich.

Die Ostseeküste mit ihren Hansestädten ist doch immer eine Reise wert. Einen zusätzlichen Anlass bieten für uns die Städte Stralsund und Greifswald durch die Aufführung aller 7 Sinfonien sowie damit verbunden weitere Kompositionen von Jean Sibelius in der näheren Zukunft. Der Einstieg hierzu ist im April 2022 mit der 1. Sinfonie, En Saga und mit einer Uraufführung von Benjamin Schweitzer (ebenfalls dazu passend mit der 1. Sinfonie bereits im Februar 2022 in Görlitz, Zittau, Hoyerswerda und Bautzen). In die gleiche Reisebegründung einzureihen ist hier Rostock mit der 2. Sinfonie auch im April. Im Spielplan der Norddeutschen Philharmonie ist, fast schon aus alter Tradition und zu unserer Freude, Musik von Sibelius immer wieder präsent.

Pandemiebedingt sehen wir uns abermals gezwungen unsere satzungsgemäße Mitgliederversammlung wie 2021 wieder ohne persönliche Anwesenheit zu bestreiten. Durch einen Vorstandsbeschluss wird der jetzige Vorstand die Tätigkeit auf der „geschäftsführenden Basis“ bis zur nächsten Wahl weiter wahrnehmen. Sollte es hierbei zu einer Veränderung kommen, werden wir Ihnen entsprechende Mitteilung geben.

Verbleiben möchten wir jetzt mit den besten Wünschen für eine besinnliche Vorweihnacht, ein gesegnetes Fest sowie für ein wunschgerechtes Jahr 2022, selbstverständlich mit der erforderlichen Gesundheit.

Herzlichst Ihr

Wilhelm Düring


1. September 2021

Sehr geehrte Freunde und Mitglieder der Jean Sibelius Gesellschaft,

geleitet vom Wunsch, dass die beginnende Konzertsaison 2021/2022 in einer gewohnten Normalität ohne Hemmnisse einer Pandemie beeinflussungsfrei durchführbar wird, haben wir wieder für Ihre Auswahl unsere Konzertliste zusammengestellt.

Die Wiederaufnahme des Spielbetriebes in den Kultureinrichtungen mit Publikum hat teilweise schon vor Beginn der Sommerpause stattgefunden, sodass doch eine normale Saisoneinleitung erwartet werden kann. Auch wir wollen hier wieder zu Konzertbesuchen anregen.

Bei Aufführungen mit Bühnengeschehen (Ballett, Oper sowie Chor) können Einschränkungen noch immer nicht restlos ausgeschlossen werden. Einige Veranstalter arbeiten z. Zeit nur mit monatlichen Ankündigungen. In wenigen Fällen besteht sogar die Absicht, gar kein Jahresheft mehr zu präsentieren. Das sollte jedoch grundsätzlich die Ausnahme bleiben.

Leider hatte die Spielzeit 2020/2021 nicht einmal den hoffnungsvoll angedeuteten Silberstreifen zeigen können, denn nach kurzer Zeit und wenigen Veranstaltungen waren ausnahmslos nur Absagen möglich.

Der herausragende Termin der neuen Spielzeit sollte mit drei Konzerten am 30., 31. Mai und 1. Juni 2022 in der Elbphilharmonie in Hamburg mit allen 7 Sinfonien von Jean Sibelius, mir der Olso Philharmonie unter Leitung von Klaus Mäkelä vorzumerken sein.

Die Musikwettbewerbe der ARD in München (Sept.) sowie der Joseph Joachim Violinwettbewerb in Hannover (Okt.) sind erfahrungsgemäß ohne das Violinkonzert op.47 von Sibelius nicht denkbar und schenken Freude bei einem Sieg mit dieser Komposition.

Damit der Kulturbetrieb erneut uns alle nachhaltig bereichern kann und die Künstler endlich wieder ihre Lebensgrundlage erfahren bzw. erleben können, werden umfangreiche Unterstützungen und Förderungen unumgänglich sein.

Bleiben Sie uns gewogen und bleiben Sie gesund.

Mit allen besten Wünschen

Herzlichst Ihr

Wilhelm Düring

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Zusammengestellt von Gesa Wolff und Wilhelm Düring

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Programm-2021_2022_2
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Gedanken zu unterschiedlichen Aufführungsarten bei Sibelius’ Kullervo.

Im Gedenkjahr 2007 ist Sibelius’ Chorsinfonie Kullervo erfreulicher Weise mehrfach aufgeführt worden. Hier wurde von Paavo Järvi mit dem HR-Sinfonieorchester in Frankfurt der Anfang gemacht, gefolgt vom WDR-Sinfonieorchester in Köln, dem Orchestre National de Lorraine in Metz und Saabrücken, den Münchner Philharmonikern in München und dem Tampere Philharmonic Orchestra in Dortmund.

Als herausragendes Konzert erwies sich die „Hommage an Jean Sibelius“ bei den Musikfestspielen Saar (4. Mai in Metz und 5. Mai in Saarbrücken) unter der künstlerischen Leitung von Prof. Robert Leonardy und dem Dirigenten Jacques Mercier.

Da zur Aufführung von Kullervo Sopran, Bariton und Männerchor benötigt werden, ist hier die Möglichkeit genutzt worden, jeweils zusätzlich für die Solisten und den Chor entsprechende Kompositionen mit nachstehender Programmfolge in das Konzert einzufügen:

  1.   Finlandia mit Hymne op.26 (mit Männerchor),
  2.   Der Ursprung des Feuers op.32 (mit Bariton und Männerchor),
  3.   Luonnotar op.70 (mit Sopran)
  4.   das Hauptwerk Kullervo op.7.

Um die Gesamtwirkung von Kullervo vollkommen zu erreichen, wie in Metz und Saarbrücken geschehen, ist es wünschenswert, dass die Solisten gleich zu Beginn des 1. Satzes die Bühne betreten. Ansonsten besteht bei Eintritt der Solisten zwischen dem 2. und 3. Satz die Gefahr, bedingt durch den Begrüßungsapplaus, den Spannungsbogen von Kullervo zu trennen.

Bei den Musikfestspielen Saar ist meines Erachtens ein zusätzlicher Meilenstein mit der halbszenischen Darstellung eines Zwiegesprächs durch die Solisten gesetzt worden.

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ausdrücklich für das fantastische Konzerterlebnis beim Orchestre National de Lorraine und dem Polytechchor Espoo bedanken. Insbesondere geht mein Dank an Prof. Robert Leonardy, den Dirigenten Jacques Mercier und ganz besonders an die Solisten Pia Freund (Sopran) und Juha Kotilainen (Bariton), die die überwältigende Gesamtwirkung von Kullervo möglich gemacht haben.

Ich hoffe, dass die Aufführungspraxis von Metz und Saarbrücken richtungsweisend ist. Sibelius und Kullervo sind es wert.
Wilhelm Düring

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