Veranstaltungen

Konzerte

Konzerte 2022-23 als pdf-Datei herunterladen

Sehr geehrte Freunde und Mitglieder der Jean Sibelius Gesellschaft,

nachdem die Kultur in rd. zweieinhalb Spielzeiten durch die Pandemie rücksichtslos aus dem Takt gezwungen worden ist, möchte ich mit großem Optimismus sowie mit viel Vorfreude Sie alle mit Hilfe unserer neuen Konzertliste der Saison 2022/2023 für einen (Neu-) Start einfangen bzw. sinngemäß eintakten.

Im August 2020 und im September 2021 waren meine Vorworte für die jeweilig anstehende Spielzeit doch durchzogen von Unsicherheiten und Befürchtungen der Pandemie. Hier zeigen sich augenblicklich Entspannungen. Leider ist auch unser Frieden durch den furchtbaren Angriffskrieg Russlands unnötig bedroht. In jedem Fall können die Glücksgefühle der Musik für alle Kulturliebenden Ablenkung und hoffentlich Linderung erreichen.

Obwohl auch wir trotz Impfschutz uns familiär oft eingeschränkt haben, konnten wir nicht widerstehen, die großartigen drei Konzertabende in der Elbphilharmonie mit allen 7 Sinfonien von Jean Sibelius zu besuchen. Die Oslo Philharmoniker unter der Leitung des 26jährigen Finnen Klaus Mäkelä bescherten der Elbphilharmonie an drei Abenden in Folge einen ausverkauften Saal und zwar mit ausschließlich Sibelius Kompositionen einschließlich Zugabe nach jedem Konzert (Valse triste, Finlandia und Lemminkäinen op. 22/4). Im Vorlauf zu Hamburg wurden ebenfalls alle drei Konzerte mit gleichem Erfolg von Klaus Mäkelä in Wien aufgeführt.

Alle 7 Sinfonien, quasi attacca, gab es bislang nur einmal 2015 in Helsinki mit dem Helsingin Kaupunginorkesteri unter der Leitung von Leif Segerstam.

Über eine digitale Präsentation für die Jean Sibelius Gesellschaft hat unser Vorstandsmitglied Sami Väänänen (Pianist) zusammen mit Sarah Fuhs (Gesang) das Lied: „Die stille Stadt“ (Dehmel) aus op.50/5 (sechs Lieder mit Klavier) von Jean Sibelius ins Netz gestellt.

Mit dem Pianotutorial (2021) von Herrn Pröls und Herrn Titscher zur Komposition op.97/5 hatte sich die Jean Sibelius Gesellschaft bereits für Musik von Sibelius im Netz eingebracht.

Mir bleibt nur noch der Wunsch, dass unsere Liste Ihnen viele Treffer bescheren wird, außerdem die Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende.

Mit allen besten Wünschen herzlichst Ihr

Wilhelm Düring

Konzerte 2022-23 als pdf-Datei herunterladen

Zusammengestellt von Gesa Wolff und Wilhelm Düring

Bitte klicken Sie die Liste an und benutzen Sie die Pfeile nach oben / unten um durchzublättern!
Programm_2022_2023_erster_Teil_netz
Bitte klicken Sie die Liste an und benutzen Sie die Pfeile nach oben / unten um durchzublättern!

Gedanken zu unterschiedlichen Aufführungsarten bei Sibelius’ Kullervo.

Im Gedenkjahr 2007 ist Sibelius’ Chorsinfonie Kullervo erfreulicher Weise mehrfach aufgeführt worden. Hier wurde von Paavo Järvi mit dem HR-Sinfonieorchester in Frankfurt der Anfang gemacht, gefolgt vom WDR-Sinfonieorchester in Köln, dem Orchestre National de Lorraine in Metz und Saabrücken, den Münchner Philharmonikern in München und dem Tampere Philharmonic Orchestra in Dortmund.

Als herausragendes Konzert erwies sich die „Hommage an Jean Sibelius“ bei den Musikfestspielen Saar (4. Mai in Metz und 5. Mai in Saarbrücken) unter der künstlerischen Leitung von Prof. Robert Leonardy und dem Dirigenten Jacques Mercier.

Da zur Aufführung von Kullervo Sopran, Bariton und Männerchor benötigt werden, ist hier die Möglichkeit genutzt worden, jeweils zusätzlich für die Solisten und den Chor entsprechende Kompositionen mit nachstehender Programmfolge in das Konzert einzufügen:

  1.   Finlandia mit Hymne op.26 (mit Männerchor),
  2.   Der Ursprung des Feuers op.32 (mit Bariton und Männerchor),
  3.   Luonnotar op.70 (mit Sopran)
  4.   das Hauptwerk Kullervo op.7.

Um die Gesamtwirkung von Kullervo vollkommen zu erreichen, wie in Metz und Saarbrücken geschehen, ist es wünschenswert, dass die Solisten gleich zu Beginn des 1. Satzes die Bühne betreten. Ansonsten besteht bei Eintritt der Solisten zwischen dem 2. und 3. Satz die Gefahr, bedingt durch den Begrüßungsapplaus, den Spannungsbogen von Kullervo zu trennen.

Bei den Musikfestspielen Saar ist meines Erachtens ein zusätzlicher Meilenstein mit der halbszenischen Darstellung eines Zwiegesprächs durch die Solisten gesetzt worden.

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ausdrücklich für das fantastische Konzerterlebnis beim Orchestre National de Lorraine und dem Polytechchor Espoo bedanken. Insbesondere geht mein Dank an Prof. Robert Leonardy, den Dirigenten Jacques Mercier und ganz besonders an die Solisten Pia Freund (Sopran) und Juha Kotilainen (Bariton), die die überwältigende Gesamtwirkung von Kullervo möglich gemacht haben.

Ich hoffe, dass die Aufführungspraxis von Metz und Saarbrücken richtungsweisend ist. Sibelius und Kullervo sind es wert.
Wilhelm Düring

Wir benutzen Cookies um Seitenbesuche anonym abzuzählen und Google Fonts für die Gestaltung. Wenn Sie die Website weiter benutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.